Im Weiteren möchten mit dieser Übersicht helfen bzw.  zur Aufklärung beitragen.

Es gilt die Regel:

Als Tierhalter bestimmen Sie, was an Ihrem Fellgesicht gemacht wird.

Lassen Sie sich nicht einschüchtern.

Achten Sie darauf, dass der Tierarzt Ihren Willen respektiert  und informieren Sie sich gut. Es kommt vor, dass Veterinäre gegen des Willen des Patientenbesitzers Mehrfach-impfungen verabreichen, obwohl nur ein Tollwutimpfung gewünscht wurde oder auch dass der Veterinär gegen Auslandshunde ist, und bei einer einfachen Erkältung gleich die schlimmste Krankheit vermutet und größte Behandlungshonorare abrechnet.



Die EU-Reiseregeln schreiben bei erwachsenen Hunden und Katzen eine Tollwutimpfung vor, die 4 Wochen zurückliegt. Mehr ist rechtlich nicht notwendig - aber damit ist der Hund nicht gegen die anderen Krankheiten geschützt. Wichtig ist darauf zu achten, dass das Tier erst geschützt ist, denn wenn die Grundimmunisierung abschlossen ist. Und das ist bei den üblichen Impfungen nach einer zweiten Impfung nach ca. 8 Wochen (siehe Punkt Immunisierung dieser Seite)

Hundeimpfungen 

Impfungen und Impftermine für Ihren Hund

Klicken Sie auf die Impfungen, um mehr über
die entsprechenden Krankheiten zu erfahren

Impfzeitpunkt:

8.-11.
Woche

12.-15.
Woche

16.-18.
Woche

20.
Woche

Alle
Jahre

Alle
2 Jahre

Alle
3 Jahre

Staupe

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Hepatitis

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Leptospirose

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Zwingerhusten

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Parvovirose

 

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Tollwut

 

 

 

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Regelmäßiges Impfen unserer Fellgesichter Hund und Katze schützt nicht nur diese, sondern auch uns Menschen.

Staupe

Die Staupe ist eine Viruserkrankung, meist verursacht durch den direkten Kontakt der Hunde untereinander, aber auch indirekt durch Einschleppung mit Schuhen oder Kleidung. Anzeichen sind  t hohes Fieber, Augen- und Nasenausfluß bis hin zur absoluten Nahrungsverweigerung der Hunde. Im weiteren Verlauf der Erkrankung äußert sich die Staupe auf verschiedene Art und Weise. Man unterscheidet drei Verlaufsformen, die aber ineinander übergehen können. Bei der Darmstaupe leiden die Hunde an beinahe unstillbarem Durchfall und an starkem Erbrechen. Bei der Lungenstaupe werden hauptsächlich quälender Husten, Nasenausfluss und eine manifeste Lungenentzündung beobachtet. Bei der Nervenstaupe leiden die Hunde an Krämpfen und Lähmungen und verlieren teilweise sogar das Bewusstsein. Viele Staupe-Erkrankungen verlaufen tödlich. Die Tiere, die eine Staupe überlebt haben, behalten häufig lebenslange Schäden wie Zahnschmelzdefekte, spröde, rissige Pfoten und unter Umständen Verhaltensstörungen zurück.

Ansteckende Leberentzündung (Hepatitis contagiosa canis oder H.c.c.)

Nicht weniger gefährlich als die Staupe ist die ansteckende Leberentzündung.. Die Ansteckung und Krankheitssymptome ähneln  denen der Staupe, also hohes Fieber, verweigern der Nahrungsaufnahme und starke Bauchschmerzen. Viele Hunde, besonders Welpen, sterben in dieser Phase. Bei älteren Tieren kann es im weiteren Verlauf der Erkrankung zu Erbrechen, Durchfall, Mandel-, Rachen- und Bindehautentzündungen kommen.  Als Rückstand, nach Überwindung der Krankheit bleiben  häufig Trübungen der Augenhornhaut zurück, die zur Erblindung führen können.

Leptospirose bzw. Stuttgarter Hundeseuche

Eine weitere gefährliche Erkrankung ist die Leptospirose, eine bakterielle Erkrankung. Verschiedene Leptospirenarten sind nicht nur für den Hund, sondern auch für den Menschen gefährlich. Hunde, Ratten, Mäuse und andere Tiere gelten als Ansteckungsquellen. Auch verschmutzte Teiche, Tümpel, Gräben oder Sümpfe beherbergen das Bakterium . Die Krankheit beginnt oft mit abnormer Müdigkeit und schwankendem Gang, der besonders das Springen und Treppensteigen erschwert. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es dann zu Fieber, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall und zu Schädigung der Leber und der Nieren.

Pavovirose

Es handelt sich um eine besonders häufig auftretende Krankheit, die durch Parvoviren verursacht wird. Da diese Erreger extrem widerstandsfähig sind und Monate bis Jahre in der Außenwelt überleben können, wird die Parvovirose nicht nur durch Kontakt von Hund zu Hund, sondern häufig über den Menschen und leblose Gegenstände übertragen. Die Erkrankung kann rasant verlaufen und innerhalb von wenigen Stunden zum Tod durch Herzmuskelentzündung führen. Heute treten jedoch vornehmlich Magen-Darm-Entzündungen auf. Sie äußern sich in anfänglichem Fieber, begleitet von starkem Erbrechen und Durchfall, der wässrig, schleimig oder blutig sein kann. Die Tiere fressen nicht, sie magern schnell ab und verlieren viel Flüssigkeit, was schließlich zum Tode führt.

Parvoviren, die Erreger der Krankheit, werden von betroffenen Hunden millionenfach über einen längeren Zeitraum mit dem Kot ausgeschieden. Virushaltiger Kot ist die Hauptursache für eine Ansteckung.

Das Parvovirus hat eine erheblich längere Lebenszeit als die anderen genannten Viren und so ist jedes Hundehäufchen eine potentielle Gefahr. Sogar an den Schuhen haftender Hundekot ist gefährlich. Die Erkrankung beginnt zunächst mit Fieber und Mattigkeit. Das Virus befällt den Darm. Es löst einen schweren Brechreiz und meist blutigen Durchfall aus. Erkrankte Hunde trocknen schnell aus und müssen umgehend in tierärztliche Intensivbehandlung. Trotz intensiver Behandlung führt die Krankheit vor allem bei jüngeren Hunden häufig zum tödlichen Verlauf. Die Darmwand wird zerstört. Dadurch können Bakterien und Toxine in die Blutbahn gelangen und eine Blutvergiftung hervorrufen. Die andere Form der Parvovirose löst eine Herzmuskelentzündung aus. Sie kommt aber nur bei jungen Hunden im Alter von drei bis vier Monaten vor und ist selten.

Die Parvovirose wird gelegentlich auch als Katzenseuche bezeichnet. Es kann jedoch weder eine Katze einen Hund noch umgekehrt ein Hund eine Katze anstecken. Das Virus ist eng verwandt mit dem Erreger der Katzenseuche, daher spricht man auch von der Katzenseuche des Hundes.

Die einzig wirksame Methode, Hunde gegen Parvovirose zu schützen, sind die konsequenten Impfungen.

Tollwut

eine äußerst lebensgefährliche Krankheit, die alle Säugetiere, auch den Menschen bedrohen kann.  Das Tollwut-Virus wird bei unseren Haustieren fast ausschließlich durch den Biss infizierter Füchse übertragen. Es greift das zentrale Nervensystem an und ruft Aggressivität, Wesensveränderungen und Lähmungserscheinungen hervor. Fortschreitende Ruhelosigkeit, Gleichgewichtsstörungen gefolgt von Krämpfen und Lähmungen führen schließlich zum Tode. Der Mensch infiziert sich seltener an Füchsen als am Biss durch tollwutkranke Hunde und Katzen. Aufgrund der enormen Gefahr für den Menschen gehört die Tollwut zu den anzeigepflichtigen Seuchen und unterliegt als solche der staatlichen Kontrolle.
 

Zwingerhusten (Parainfluencia)

Der Zwingerhusten ist eine Faktorenkrankheit, d.h., dass mehrere ungünstige Ursachen zum Ausbruch der Erkrankung beitragen: Zum einen sind es verschiedene Erreger, insbesondere Bordetellen und das Parainfluenza-Virus. Zum anderen sind es klimatische Bedingungen wie Feuchtigkeit und Durchzug. Ferner begünstigt die Haltung von mehreren Hunden auf  meist engem Raum den Zwingerhusten. Die geschwächten oder gestressten Hunde stecken sich gegenseitig durch Kontakt an. Doch auch einzeln gehaltene Tiere sind gefährdet, zum Beispiel beim täglichen Spaziergang oder auf Ausstellungen. Die Erkrankung fängt meist mit klarem Nasen- bzw. Augenausfluss und quälendem, trockenem Husten an. Wird der Husten nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, verschlimmert sich der Zustand bis hin zu Lungenentzündungen. Der Zwingerhusten ist selten tödlich, doch kann sich die Erkrankung selbst unter tierärztlicher Behandlung mehrere Wochen hinziehen.




Die Konfrontation des Organismus mit verschiedenen  Erregern anlässlich von Impfungen führt zur Bildung sogenannten Antikörpern, die  mit der Muttermilch übertragen werden , so dass die Welpen nach ihrer Geburt normalerweise auf diese Weise geschützt sind. Allerdings hält dieser Schutz nur wenige Wochen an, und die Jungtiere müssen frühzeitig durch Impfungen zur Bildung eigener Schutzstoffe angeregt werden. Die Grundimmunisierung ist der erstmalige Aufbau eines Impfschutzes. Wegen der eventuell noch vorhandenen mütterlichen Schutzstoffe ist diese meist bei Welpen (die automatisch ein geringeres Immunsystem haben) erst nach zweimaliger Injektion bei jungen Tieren abgeschlossen. Da die Schutzwirkung von Impfungen zeitlich begrenzt ist, müssen Wiederholungsimpfungen in regelmäßigen Abständen vorgenommen werden. Nur so wird gewährleistet, dass Ihr Hund dauerhaft geschützt ist.

Deshalb unbedingt auf die Termine für Wiederholungsimpfungen im Impfpass achten.

Jungtiere werden im allgemeinen zwischen der siebten und zehnten Lebenswoche erstmalig geimpft. 3 bis 4 Woche später erhalten sie in der Regel eine erneute Injektion, um die Grundimmunisierung abzuschließen. Danach ist lediglich eine jährliche Wiederholung notwendig. Für die Impfung selbst stehen Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung, die gleichzeitig gegen mehrere der beschriebenen Infektionskrankheiten schützen. Was, zu welchem Zeitpunkt und wie oft geimpft werden soll, entscheidet Ihr Tierarzt unter Berücksichtigung der ihm bekannten Seuchenlage. Wichtig ist, dass das Tier zum Zeitpunkt der Impfung gesund sein muss, da die Immunitätsausbildung sonst gefährdet ist.

Der Impfpass, das wichtigste Dokument ihres Hundes! 

              


                 



    

Unsere Hunde werden im Ausland sehr gut medizinisch untersucht, betreut und behandelt. Sie erhalten alle nicht nur die für die Ausreise vorgeschriebene Tollwutimpfung, sondern die 6fach- Kombiimpfung. Sie werden vor Ort entwurmt, auch gegen Kokzidien und Giardien. Wir teilen Ihnen grundsätzlich den uns bekannten Gesundheitszustand mit.

Bitte vergessen Sie nicht:

Die Reise ins neue Zuhause ist für den Hund eine schreckliche Stresssituation. Das letzte Mal, als er in eine Box gesteckt wurde, war möglicherweise der Transport in die Tötungsstation. Dies schwächt das Immunssystem und kann zu Durchfall, Erkältungen und Magenverstimmungen führen, auch wenn der Hund gesund abgereist ist. Der Hund war vor kurzem noch dem Tod näher als dem Leben.

Bitte besprechen Sie dies mit Ihrer Vermittlerin – wir haben große Erfahrungen in den Reaktionen unserer Fellgesichter auf den Stress der Reise. In der Regel gibt sich der Durchfall oder die Magenverstimmung schnell.


 

 

            

Impfungen
    Staupe
    Hepatitis
    Leptospirose
    Pavovirose (Pavo)
    Tollwut
    Zwingerhusten

Grundimmunisierung

Würmer beim Hund
     Dirofilariose
Flöhe
Zecken
     Borreliose
     Barbesiose
     Erlichiose
Parasitose
     Kokzidien
     Giardien 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     



Hauptinfektionswege sind Tierkot und Flöhe, werden aber auch beim Schnüffeln eingeatmet und finden ihren Weg über das Fell oder die Haut. Selbst Welpen werden durch die Muttermilch infiziert und gefährden somit die Gesundheit unserer Hunde u.anderem durch Stoffwechselgifte.  Ergebnis können sein: Lungen und Leberentzündungen, Darmentzündungen mit Verdauungsstörungen (Durchfall,Verstopfung, Erbrechen etc)

Hundebabys sind extrem gefährdet und können daran sterben! Sie haben noch keine Abwehrkräfte aufgebaut und werden schon früh durch ihre Mutter angesteckt. Wenn Hunde über längere Zeit unter Würmern leiden, bleiben sie im Wachstum zurück, magern ab und bekommen ein struppiges Fell. Durch das geschwächte Abwehrsystem des Hundes wird er anfälliger für Infektionen wie Staupe, Parvovirose oder andere virale Infektionen. Daher müssen Hunde ca. 2 Wochen vor jeder Impfung entwurmt werden.

Würmer sind auch auf den Menschen übertragbar und stellen ein ernst zu nehmendes gesundheitliches Risiko dar. Durch engen Kontakt wie z.B. im Sandkasten können versehentlich Wurmeier oder -larven aufgenommen werden.

Beim Menschen können Würmer Erkrankungen wie Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen, Leber- oder Lungenentzündungen, Sehstörungen, Hirn- und Rückenmarksschädigungen, epileptische Anfälle, stark juckende Ekzeme und allergische Reaktionen hervorrufen.

Wurmbekämpfung

Die meisten Hersteller der entsprechenden Mitteln, empfehlen Hunde bis zur 12. Woche alle 2 Wochen zu entwurmen und dann alle 3 Monate bei Kleintier fressenden Haustieren (Hund und Katze)  bzw. alle 6 Monate bei nicht Kleintier fressenden Haustieren.

Nach erfolgter Flohbehandlung sollte auf Spul- und Bandwürmer entwurmt werden.

Es gibt hier die verschiedensten Präparate, Pasten, Pulver oder Tabletten - lassen sie sich von Ihren Tierarzt beraten. Info z.B. unter www.parasitenfrei.com oder www.parasitus.com oder www.tierklinik.de

Sonderfall:  Dirofilariose

1. Dirofilaria immitis (Herzwurm)
Die Herzwurmerkrankung wird durch Dirofilaria immitis hervorgerufen, einen durch Mückenstich übertragenen Parasiten. Die Erkrankung ist in den Mittelmeerländern und Amerika verbreitet (nicht Osteuropa oder Ungarn), schon ab der Poebene ist mit ihr zu rechnen. Die Erkrankungssymptome werden durch erwach-sene Würmer, die im rechten Herz und den Lungengefässen leben, bzw. durch Thromboembolien und toxisch allergische Reaktionen erklärt. Leistungsabfall, Husten, Blutspucken bis hin zu Rechts-herzversagen und Bauchwassersucht können vorkommen. Von der Infektion mit den sogenannten Mikrofilarien bis zu Symptomen durch erwachsene Würmer vergehen meist 6 Monate. Die Behandlung bzw. Vorbeugung gegen Mikrofilarien (also Jugendformen ) ist leicht und gefahrlos möglich, die Abtötung der erwachsenen Dirofilarien ist risikoreich. Die Diagnose erfolgt über das Blut, erwachsene Würmer und deren Folgen kann man mittels Herzultraschall sehen. Eine Prophylaxe ist über eine ein- bis dreimalige Gabe eines gut verträglichen Medikamentes leicht möglich.
  
2. Dirofila repens
Auch D. repens wird häufig in Osteuropa sowie im Mittelmeerraum per Moskitostich verbreitet. Allerdings ist die Erkrankung nicht so gefährlich wie die Herzwurmerkrankung, da D. repens zumeist unter der Haut lebt. Der Befall wird durch Knoten sichtbar

 

Flöhe legen täglich ca. 20-50 Eier, die in die Umgebung fallen und sind in der Lage. Blut bis zum 20fachen des eigenen Körpergewichtes zu saugen.

Durch diese Tätigkeit verursacht Unruhe, Juckreiz und Allergien.

Auch der Bandwurm kann durch sie  übertragen werden .

Floheier findet man auf Schlaf- und Ruheplätzen der Tiere (Körbchen, Kissen, Decke, Teppich, Auto, Hundehütte etc.)

Sie entwickeln sich in 2-5 Tagen zu Larven.

Die anschließende Verpuppung dauert 2-3 Wochen.

Danach schlüpft der erwachsene Floh.

Der springt dann wieder auf Tiere oder Menschen.
  
Vorbeugung

Tabletten, Serum, Flohhalsband oder Tropfen zur äußeren Anwendung.

Ein Ganzjahresschutz gegen Flöhe und Zecken bietet ein Floh- und Zeckenhalsband. Sinnvoll ist der Einsatz diese Methode Anfang/Mitte Februar, da diese Halsbänder 2-4 Wochen Vorlauf benötigen und im März die ersten Zecken beißen. Auch wenn hier einzelne Produkte versprechen bis zu acht Monate wirksam zu sein, sollte man Ende Juni/Anfang Juli das Halsband wechseln, um sicher zu stellen, dass auch wirklich der ganze Hund vom Halsband geschützt wird. 

Was tun bei Flohbefall?

Die Strategie der Vorgehensweise sollte man am besten mit dem Tierarzt absprechen. Die Palette der Möglichkeiten reicht von Flohbädern, bis zur Begasung von Räumen und auch der Einsatz von Insektiziden kann notwendig sein.

  

Die Hauptsaison geht von April bis Oktober.

Auf Halmen und Zweigen lauem die nur ca. 3-3 mm großen Zecken auf vorbeistreifende Hunde und Katzen.  Nur dort, wo das Blut dicht unter der Oberfläche pulst, lassen sie sich häuslich nieder. Doch damit nicht genug. Einmal in der Haut festgebissen, bleiben sie Ihrem Wirt mit Hilfe ihrer Widerhaken und des Zeckenkitts auch noch tagelang erhalten.

Zecken als Krankheitsüberträger: Borreliose und Frühsommer-Meningo-encephalitis.

Schon der Biss einer einzigen Zecke genügt, um Hund und Mensch mit schweren virus- und bakteriell bedingten Krankheiten zu infizieren. Erkrankungen, die nicht nur durch ihre sofort auftretenden Beschwerden (Fieber, Teilnahmslosigkeit, körperliche Schwäche), sondern vor allem durch ihre Langzeitfolgen wie Lähmungen und Gelenkentzündungen eine extreme Gefährdung darstellen.

Hier sind in erster Linie Kombinationspräparate zu empfehlen, die sowohl vor Zecken als auch vor Flöhen schützen. Empfehlenswert ist hier eine Beratung mit dem Tierarzt, der auch über die regionale Verseuchung der Zecken mit Viren und Bakterien informiert ist.


Impfungen gegen Borreliose

Seit 1999 ist es auch möglich den Hund gegen Borreliose zu impfen. Ob es sinnvoll ist, kann man pauschal nicht sagen - es gibt sogar Meinungen, die sagen, dass sie schädlich ist, weil Hunde davon epeleptische Anfälle und allergische Reaktionen bekommen sollen. Wichtig ist hier zu wissen, wie stark die Zecken regional verseucht sind. Außerdem ist zu bedenken, dass die Impfung relativ teuer ist und man die Borreliose bei Hunden sehr gut behandeln kann. Das Hauptproblem bei der Borreliose ist das rechtzeitige Erkennen der Krankheit, bevor die Gelenke irreparabel geschädigt sind. Die Borrelien können sich bis zu 2 Jahre nach der Infizierung im Körper des Hundes versteckt halten und erst dann zuschlagen, wenn die Abwehrkräfte des Hundes durch ein anderes Ereignis zusätzlich geschwächt wird.
 

Barbesiose - Hundemalaria - auch in Deutschland auf dem Vormarsch

Babesien werden von bestimmten Zeckenarten übertragen. Die Einzeller befallen die roten Blutkörperchen, in denen sie sich vermehren. Da sie dabei die Blutzellen zerstören, ist eine Blutarmut die Folge. Die Verabreichung von bestimmten Medikamenten vor dem Besuch von Endemiegebieten sowie Zeckenprophylaxe bieten Schutz. Bei einer Babesiose, auch Piroplasmose genannt, entwickelt der Hund hohes Fieber, gleichzeitig ist er matt und appetitlos. Aufgrund des erhöhten Verfalls der roten Blutkörperchen ist der Urin häufig dunkel gefärbt. Gleichzeitig zeigen sich Bewegungsstörungen bis hin zu Lähmungen. Weitere Beschwerden sind Atemnot sowie Entzündungen von Maul oder Augen. 

Unbehandelt stirbt der Hund innerhalb weniger Tage!
  Die Babesiose, eine gefährliche malariaähnliche Hundekrankheit, breitet sich über ganz Deutschland aus. Diese Krankheit, die hierzulande von Auwaldzecken (Dermacentor rhiphicephalus)übertragen wird, war bereits in den Isarauen bei München, in der Regensburger Gegend, am Oberrhein, im Saarland und Rheinland-Pfalz festgestellt worden. Nun sind auch die Auwaldzecken in den Elbauen und Berlin-Brandenburg mit den Erregern der Babesiose infiziert. Die ersten Hunde erkrankten bereits an Babesiose. Damit kann man nicht mehr ausschließen, dass sich diese Zeckenart mit ihren gefährlichen Erregern über ganz Deutschland ausbreitet.

Verglichen mit den von unserer heimischen Zecke, dem Holzbock, übertragenen Erregern, wie den FSME-Viren und Borrelien, sind die durch Auwaldzecken übertragenen Babesien für den Hund viel gefährlicher. Bei der „Hundemalaria“, der Babesiose, werden ähnlich wie bei der menschlichen Malaria, die roten Blutkörperchen durch Parasiten zerstört. Die Krankheit beginnt etwa eine Woche nach Zeckenstich mit hohem Fieber und wird nicht immer rechtzeitig als Babesiose erkannt und behandelt. Gelbsucht und Blutarmut sind die Folge. In diesen Fällen, so sagt Professor Dr. Eberhard Schein, Parasitologe an der Freien Universität Berlin, sterben die Hunde in der Regel nach etwa zehn Tagen. Hinzu kommt, dass es in Deutschland keine Medikamente gegen die Babesiose gibt. Die Tierärzte müssen sich die Arznei über eine internationale Apotheke besorgen. Bis das Medikament dann zur Verfügung steht, kann es, so Professor Schein, für den Hund oft zu spät sein.

Erlichiose

Ehrlichien werden von Zecken übertragen. Nach der Infektion siedeln sich die Erreger in den Blutzellen an. Wer seinen Hund schützen will, ist mit einer Zeckenprophylaxe gut beraten.

Die Ehrlichiose tritt in zwei Phasen auf. Zunächst verursacht die Erkrankung hohes Fieber, die Hunde fühlen sich matt und sind appetitlos. Im Gegensatz dazu treten in der zweiten Phase keine Beschwerden auf. Diese symptomfreie Zeit kann oft mehrere Jahre andauern. Erst wenn das Immunsystem schwächer wird, treten erneut Krankheitszeichen auf: Der Hund verliert stark an Gewicht und entwickelt möglicherweise Gangstörungen, da es zu Einblutungen in die Gelenke kommt. Ebenso treten Blutungen der Haut und Schleimhaut auf.

Ob sich Vierbeiner während im Ausland oder bereits in Deutschland infiziert haben, ist oft schwer zu sagen. Die Beschwerden sind häufig sehr unspezifisch und treten oft erst nach Wochen oder Jahren auf. Sicher gehen, kann man nur durch eine Blutuntersuchung, um mögliche Infektionen auszuschließen. 
 
 



Kokzidien  (einzellige Krankheitserreger)

führen bei starkem Befall zu einem mit üblichen Mitteln kaum bekämpfbaren Durchfall. Besonders jüngere Hunde sind betroffen und können daran sterben. Erwachsene Tiere bilden nach leichten Infektionen manchmal sogar eine Immunität aus. Nach entsprechendem Nachweis über eine Kotuntersuchung verordnet der Tierarzt ein stärkeres Medikament. Eine regelmäßige Nachuntersuchung des Stuhls ist notwendig, um chronischen Verläufen der Erkrankung vorzubeugen.

Die Kokzidiose ist weltweit verbreitet. Der Erreger parasitiert in einer Vielzahl von Tierarten wie beispielsweise Säugetieren (Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten etc.), Vögeln und Reptilien. Die Erreger sind jedoch recht artspezifisch, so dass beispielsweise von einer Kokzidiose des Kaninchens oder Hundes keine Gefahr für den Menschen ausgeht ! (Es gibt jedoch auch spezialisierte Kokzidien, die den Menschen befallen!). Da diese Parasiten in großer Vielzahl vorkommen und sehr  unterschiedliche Lebenszyklen aufweisen. Leichte Infektionen verlaufen symptomlos. Nach massiver Ansteckung erkranken vor allem Jungtiere. Bei den Fleischfressern (Hund und Katze) wird überwiegend der Darm (sowohl Dünndarm als auch Dickdarm) parasitiert. Der Kot wird dünnbreiig oder wässrig, selten blutig. Fieber und Appetitlosigkeit mit Abmagerung des Tieses und Todesfolge sind möglich. Die Erstinfektion hinterlässt im allgemeinen eine gute Immunität, die sogar die Ausscheidung der Eier (Oozysten) verhindern kann. Bei Tieren, für die die Kokzidie nicht spezifisch ist, werden Dormozoiten gebildet, eine Art Schlafkapsel der Kokzidie, die in einem "Dornröschenschlaf" liegt, bis das Fleisch des Wirtstieres vom einem passenden Wirt gefressen wird. Durch die Vielzahl der Erreger gibt es auch eine fast unerschöpfliche Kette von Infektionsmechanismen.

Giardien (einzellige Krankheitserreger)

Giardien (Giardia) sind eine Gattung von mikroskopisch kleinen Dünndarm-Parasiten. Sie werden, ähnlich wie Kokzidien, traditionell zu den Protozoen gezählt, d. h. es sind heterotrophe („tierische“) Einzeller. Sie kommen weltweit bei einer Vielzahl von Säugetieren, aber auch bei Amphibien, Reptilien und Vögeln vor. Ein weit verbreiteter Vertreter der Giardien ist Giardia intestinalis, auch Giardia lamblia, Giardia duodenalis oder Lamblia intestinalis genannt. Sie sind wirtstreu - befallen also entweder Hund, oder Katzen oder Menschen, sind nicht übertragbar auf eine andere Gattung.

Viele Menschen und Tiere beherbergen Giardien im Darm, ohne sich krank zu fühlen. Trotzdem scheiden sie den Parasiten mit ihrem Stuhl aus. Andere befallene Individuen leiden an Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall. Beim Menschen wird eine Infektion mit Giardien meist mit einer Reise in tropische Regionen oder Abenteuerreisen in die freie Natur erklärt. Tatsächlich sind die hygienischen Bedingungen in diesen Gebieten oder „Camps“ oft ungenügend, so dass eine Ansteckung durch Wasser oder Nahrungsmittel leicht möglich ist. (Wir kennen diese Krankheit unter 'Allahs Fluch' zum Beispiel aus dem Ägyptenurlaub)

Natürlich können Durchfälle und Magen- Darmentzündungen  auch durch verdorbenes oder zu kaltes Futter, Giftstoffe etc. verursacht sein. Wenn Sie also binnen zwei Tagen mit herkömmlichen Durchfallmitteln keinen Erfolg erzielen, bleibt nur der Gang zum Tierarzt. Sie haben einige der möglichen Ursachen kennen gelernt. Es gibt noch sehr viele mehr. Bei der Behandlung durch den Tierarzt werden Ihre genauen Beobachtungen des Hundes immer von großem Nutzen sein. Eine Kotprobe können Sie außerdem vorsorglich mitnehmen.

Heftigste, stinkende und mit Blut vermischte Durchfälle sowie Schwächeanfälle und Erbrechen dulden keinen Aufschub der tierärztlichen Behandlung. Hier geht es möglicherweise um lebensgefährliche Infektionen, bei denen jede Minute zählt. 

 
 

 

 

              

            

 

 

 

 

 

           

 

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